Das Marine-Ehrenmal in Laboe

Ursprünglich dem Gedächtnis der im Ersten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Kaiserlichen Marine gewidmet, wurde das Ehrenmal nach erneuter Übernahme durch den Deutschen Marinebund am 31. Mai 1954 zur Gedenkstätte für die auf den Meeren gebliebenen Seeleute aller Nationen und zugleich zum Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren gewidmet.

Bei 5,7 Hektar Gesamtfläche - nahezu der Größe von acht Fußballfeldern - gehören zu der Anlage neben dem markanten Turm eine unterirdische Gedenkhalle, ein Dokumentationszentrum mit zahlreichen Schiffsmodellen und anderen Exponaten sowie eine 7000 Quadratmeter große, mit Weser s and stein belegte Freifläche.
Mit der Aufstellung des Weltkrieg-II-U-Bootes „U-995" als ein historisch-technisches Museum im März 1972 wurden Gedanken und Ziele der Erbauer des Marine-Ehrenmals ergänzt.

Die Planung des auf dem Gelände eines früheren Panzerturms erbauten Denkmals geht auf das Jahr 1925 zurück. Wilhelm Lammertz, ehemaliger Obermaat der kaiserlichen Marine und 1. Vorsitzender des MV Duisburg von 1892, beantragte beim Abgeordnetentag dieses Jahres in Erfurt die Errichtung eines würdigen Ehrenmals zu Ehren der 34.836 auf See gebliebenen Kameraden.

 

Admiral a.D. Reinhard Scheer, Ehrenpräsident des „Bundes Deutscher Marinevereine e.V." legte am 8.8.1927 den Grundstein. Die Bauarbeiten am Turm begannen am 11.6.1929 und wurden am 9.11.1929 abgeschlossen. Erst am 30. Mai 1936 wurde die gesamte Anlage nach fast siebenjähriger Bauzeit eingeweiht. Runde 700.000 Reichsmark - überwiegend aus Spenden von Mitgliedern der Marinevereine und der Marineoffiziervereinigung stammend - waren in den 30er Jahren in den Bau geflossen, der heute zu den wenigen architektonischen Beispielen des Expressionismus zählt.

In den zurückliegenden Jahren wurde die Anlage erneut einer umfassenden Renovierung unterzogen. Die dafür erforderlichen nahezu 4,5 Millionen DM wurden aus Eintrittsgeldern, Mitgliedsbeiträgen und Spenden aufgebracht, die über die Hälfte des Gesamtbetrages ausmachten. Öffentliche Gelder standen nicht zur Verfügung.

Hier 2 Fotos vom Ehrenmal in Laboe; zum Vergrößern die Fotos anklicken:


Weitere Informationen finden Sie auf der Web-Site des Deutschen Marinebundes unter http://www.deutscher-marinebund.de