Die Geschichte der MK Göttingen (Teil 7): Die Jahre seit dem "100-jährigen"

Öffentlichkeitsarbeit

Seit dem Jubiläumsjahr 2002 sind inzwischen schon einige Jahre vergangen. Mit dem Jubiläum startete die MK ihren Online-Auftritt: Seit dieser Zeit finden Interessierte zahlreiche Informationen, die aktuellen Termine sowie ein inzwischen umfangreiches Fotoarchiv im Internet.

Fregatte "Niedersachsen"

Die Partnerschaft zur Fregatte Niedersachsen hat sich über die Jahre intensiviert. Die Mariner kommen gerne nach Göttingen, regelmäßige Besuche stehen zum traditionellen Schützenfest sowie seit einigen Jahren auch zur Weihnachtsfeier an. Aber auch zum Sommerfest oder zum "Vatertag" gibt es Besuche. Die MK-Mitglieder sind im Gegenzug regelmäßig zu den Familienfahrten der "Niedersachsen" eingeladen, aber auch zum 20-jährigen sowie zum 25-jährigen der Fregatte waren zahlreiche Mitglieder in Wilhelmshaven.

Und der ein oder andere Mariner hat dann im Binnenland was "fürs Herz" gefunden, so dass die MK inzwischen einige ehemalige "Niedersachsen"-Fahrer in ihrem Mitgliedsbestand hat.

Mitgliedsbestand

Die Mitgliederzahl hat sich seit dem Jubiläumsjahr 2002 im Bereich um 125 eingependelt. Rund ein Viertel davon sind weibliche Mitglieder. Im Jahr 2008 gab es einmal einen zwischen zeitlichen Höchstbestand mit 131 Mitgliedern. Der Anteil der zur See gefahrenen Mitglieder aus Bundesmarine oder Handelsmarine nimmt aber immer mehr ab. Dafür sind einige Hobby-Binnenschiffer unter den Mitgliedern, viele verbindet aber mehr der maritime Gedanke im Allgemeinen mit der MK. Zahlreiche Neueintritte erfolgen aber auch über den Shanty-Chor.

Kommandowechsel

Im Jahr 2006 kam erstmals ein weibliches Mitglied in den Vorstand und nahm die Position der stellvertretenden Schriftführerin ein.

2008 erfolgte nach 12-jähriger Amtsinhabe der Wechsel des Vorsitzenden: Nachfolger von Gerhard Roggenbuck wurde der vorherige Schatzmeister Holger Quentin, womit ein Generationswechsel eingeläutet worden ist. In seine erste Amtszeit fiel gleich ein einschneidendes Ereignis: Der Verlust des Marineheims, dass die MK seit 1978 als Vereinslokal gepachtet hatte. Eine Verlängerung des Vertrages war bereits 2008 nur noch über wenige Monate möglich.

Abschied vom Marineheim

Im Jahr 2009 erfolgte der Abschied vom Marineheim. Mit zwei Veranstaltungen Ende Mai ging eine Ära zu Ende, nachdem im Herbst 2008 noch das 30-jährige Bestehen des Heims gefeiert worden ist.

Neubauplanungen der Stadt Göttingen für einen Hotelkomplex ließen keine weitere Möglichkeit einer Pachtverlängerung mehr zu, so dass zum 31.08.2009 das Heim übergeben worden ist.

Die Suche nach einer neuen eigenen Unterkunft gestaltete sich aus Kostengründen nicht erfolgreich. Zum 01.06.2009 wechselte die MK als Mitnutzer in das Schützenhaus des Schützenvereins Weende im Norden der Stadt Göttingen und versucht dort ein wenig des maritimen Flairs des eigenen Heims zu verbreiten.

Neue Wege

Die neue Unterkunft im Norden der Stadt in einem Stadtteil eröffnete der MK seit 2009 die Möglichkeit der Einbindung in das Vereinsleben dieses Stadtteils. Dazu gehörten die Intensivierung der Freundschaft zur Reservistenkameradschaft Göttingen, aber auch neue Kontakte zur Kyffhäuser-Kameradschaft Weende. Letzt endlich sollen diese Kontakte es ermöglichen, Veranstaltungen mit ausreichender Teilnehmerzahl durchführen zu können, in dem sich die Vereine auch gegenseitig besuchen und unterstützen. Auch die erstmalige Teilnahme am Kirmesumzug des Stadtteils im September 2009 gehörte zu diesen Maßnahmen.

Kontakte zu den Marinekameradschaften

Die Kontakte zu den Marinekameradschaften in den neuen Bundesländern sind inzwischen etwas lockerer geworden, aber Besuche aus Bad Liebenstein, Erfurt und Gotha erfolgen immer noch regelmäßig.
Wieder aktiviert wurden Kontakte nach Nordhessen zur MK Eschwege. Aber auch innerhalb des eigenen Landesverbandes wurden neue Kontakte geknüpft, u. a. zur MK Hildesheim. Die intensivsten Kontakte bestehen zu den MKen Clausthal-Zellerfeld, Kreiensen und Oker.

Anfang des Jahres 2010 hat die MK Göttingen 124 Mitglieder, darunter 31 Kameradinnen.

   

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